PLG erhält Gütesiegel "Bewegungsfreudige Schule"

Schulministerin Löhrmann zeichnet das Städtische Petrus-Legge- Gymnasium aus

Schon nach den Sommerferien erreichte das PLG die Nachricht für die Auszeichnung als "Bewegungsfreudige Schule". Die Urkunde wurde nach den Herbstferien durch Frau Ministerin Löhrmann verliehen. Das Städt. Petrus-Legge-Gymasium kann jetze offiziell die Bezeichnung "Bewegungsfreudige Schule" führen.

Die Auszeichnung legt ein Konzept zugrunde, in dem Lernerfolg, Gesundheit und Schulkultur/ Schulklima mit Bewegung korrelieren. Lernen und Bewegung gehören unmittelbar zusammen, erklärt Reiner Stuhldreyer, Stellv. Schulleiter am PLG. Be-greifen heißt, dass Bewegung die Kognition unterstützt. Die Entwicklungspsychologie belegt wissenschaftlich die Zusammenhänge für ganzheitliches Lernen. Ein Kind kommt nicht nur mit dem Kopf in die Schule, sondern "ganz". Lernen braucht Bewegung.

Gesundheit fordert Bewegung. Bewegungsmangel macht krank und ist die Folge einer zunehmend technisierten und von Medien diktierten Umwelt der Kinder und Jugendlichen. Unsere Kinder brauchen Bewegung und ein Bewusstsein für Bewegung.

Schulkultur und Klima sind bestimmt von einer lebendigen und aktiven Schulgemeinde mit einer Schulsportentwicklung, die weit über den normalen Sportunterricht hinausgeht, damit Qualitätsmerkmale erhält, die schließlich zu mehr Zugehörigkeit und Wohlfühlen führen.

Ein gesundes Kind fühlt sich in der Schule wohl und lernt besser.

Das PLG ist nun eine Wohlfühlschule, in der Lernen auch Spaß macht!

Was unterscheidet konkret eine „Bewegungsfreudige Schule“ von einer "normalen" Schule? - Das Schulsportkonzept als wichtiger Bestandteil des Schulprogramms!

Dieses Konzept steht auf 2 Säulen, dem Sportunterricht und dem Außerunterrichtlichen Sport. Dem Sportunterricht liegt ein Standortlehrplan zugrunde mit einem Spiralcurriculum, in dem 3 Sportstunden für alle Jahrgangsstufen festgeschrieben sind. Es gibt keine Kürzungen von Sportunterricht. Im Außerunterrichtlichen Sport sind die Bausteine Pausensport, Bewegter Unterricht, Bewegungspausen, Schulsportfeste, Schulsportwettkämpfe, Fahrten mit sportlichen Schwerpunkten, Sport im Ganztag und Sportarbeitsgemeinschaften fest verankert.

Organisierter Pausensport ist am PLG durch ein Sporthelferkonzept eingerichtet. Als Zielgruppe sind die Klassen 5 und 6 fest eingebunden. Eine selbst gestaltetete Spieltonne hält für sie umfangreiches Jongliermaterial, Bälle und Springseile bereit. In der 1. Pause (25 Minuten) stehen je 2 Sporthelfer, die einer Klasse fest zugeteilt sind, zur Verfügung. Sie organisieren Spiele, leiten an zum Jonglieren und anderen vielfältigen Bewegungsangeboten auf dem Pausenhof und in der Kleinen Turnhalle.

Die 2. Pause (60 Minuten) ist Mittagspause. Nach dem Essen werden 30 Minuten als Bewegungszeit für alle Schüler angesetzt. Dafür ist ebenfalls die Sporthalle geöffnet.

Der Pausenhof bietet Möglichkeiten zum Tischtennis, Basketball, Hüpfspielen, Kleinen Spielen und zum Spielen mit Spielgeräten an. Ein eigener Sportplatz mit 6 kleinen und zwei großen Toren steht zum Ballspielen (Fußball u.a.) zur Verfügung.

Spielfeste und Schulsportwettkämpfe werden von den Sporthelfern und der SV für die Sekundarstufe I organisiert. Regelmäßig findet vor den Sommerferien das Fußballturnier der Klassen 5-7 statt. Erfolgreich war der Sponsorenlauf der gesamten Schulgemeinde im Herbst 2009. Der Erlös wurde für die Bewegte Schule und den Ganztagsbetrieb erlaufen.

Am Sportabzeichenwettbewerb nimmt die ganze Schule teil.

Eine Teilnahme an Schulsportmeisterschaften auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene wird in verschiedenen Sportarten angestrebt und erfolgreich durchgeführt (Fußball, Handball, Basketball, Judo, Leichtathletik, Tischtennis).

Als mehrtägige Fahrten mit sportlichen Schwerpunkten werden in der Jaghrgangsstufe 5 die Abenteuer- und Erlebnistage am Kirchberghof in Warburg-Herlinghausen und in der Jahrgangsstufe 8 die Skifahrt ins Ahrntal (Weißenbach, Südtirol) durchgeführt.

Wandertage mit sportlichen Schwerpunkten sind der Besuch eines Hochseilgartens, einer Wasserski-Anlage, einer Kletterhalle und einer Eishalle. Auch hier können Sporthelfer zum Einsatz kommen.

Sport im Offenen Ganztag bietet ein breites Spektrum von Sportarten. Sporthelfer unterstützen, organisieren und leiten im Ganztag. In Doppelfunktion bieten sie zur Zeit Fußball und Handball als AG an. Ergänzt wird das Angebot durch eine Judo-AG. Letztere liegt in Schulleitungshand. Durch einen Kooperationsvertrag mit dem örtlichen Judoverein konnten 70 Judomatten erworben werden.

Bestehende Sportprojekte sind Kanufahren und Indoor-Klettern. Für das Kanuprojekt stehen schuleigene Kanus zu Verfügung, geklettert wird in einer nahe gelegenen Kletterhalle in der Gemeinde Brakel oder in Bad Driburg. Das Schulgelände wird ebenfalls für das Abenteuer Klettern genutzt (Baumklettern mit Seil, Prusiken, Abseilen). Die personalen Ressourcen sind vorhanden (Sporthelfer, Lehrer, interessierte Eltern, Alpenverein).

Das Sporthelferkonzept ist auf den Ganztag zugeschnitten. Die Sporthelfer sind speziell für diese Anforderungen geschult. Ausgebildet am Ende des Schuljahres 08/09 sind sie im Schuljahr 09/10 eingesetzt im Pausensport, Übermittagsbetreuung, AG-Bereich und Projektbereich, sie organisieren Spielfeste, begleiten Sportmannschaften zu Schulsport-meisterschaften und können bei sportlichen Klassenaktivitäten angefordert werden. Die Sporthelfer sind geschult in der Abenteuer- und Erlebnispädagogik, in Kleinen und Großen Spielen für den Pausensport und dem AG-Betrieb.

Im November 2010 werden weitere Sporthelfer ausgebildet. In dieser Ausbildung werden auch Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums (Haupt-, Realschule) eingebunden.

Die bewegte Pause im Unterricht der Sek. I ist für Lehrer und Schüler in den 67,5-minütigen Unterrichtstunden ein „Muss“ geworden. Die besondere Form der Unterrichtsrhythmisierung fordert Bewegung ein. Ebenso unterstützen Bewegungspausen das Lernen an den Methodentagen.

Eine Weiterentwicklung des Konzepts im Schulprogramm ist durch eine Verbesserung der Bedingungen des Pausensports möglich. Für den Gymnastikraum ist ein Boulderbereich geplant, der im Pausensport frei gegeben werden soll. Ebenso ist eine Erneuerung des Pausenhofs angedacht. Interessierte Eltern müssen stärker unterstützend, planend und leitend einbezogen werden. Die Kooperation mit dem Schulzentrum muss organisiert werden.

Jetzt ist aber erst einmal Freude angesagt, so eine Würdigung gibt es nicht alle Tage.

 

Zurück